I.N.P.U.T. (INTENSIVTHERAPIE) • PHYSIOTHERAPIE • ERGOTHERAPIE • LOGOPÄDIE •
KOGNITIVES TRAINING • ROBOTERGESTÜTZTE LAUFTHERAPHIE • HIPPOTHERAPIE

BEHANDLUNG VON DYSPHAGIEKLIENTEN

Viele unserer Klienten mit neurologischen Erkrankungen oder der Klienten im Wachkoma leiden an einer neurogenen Dysphagie (Schluckstörung). Eine Störung der oralen Nahrungsaufnahme nehmen wir im Zentrum der Rehabilitation sehr ernst.

Am Anfang der Behandlung führen wir eine ausführliche logopädische Untersuchung der Schluckfunktion durch. In einem Schluckversuch werden die allgemeine Schluckfunktionsparameter des Klienten untersucht und ein Dysphagiebefund erhoben. Hier stellt sich heraus, ob der Klient Nahrung und Flüssigeit oral aufnehmen darf und kann.

Viele unserer Klienten sind mit einer PEG Sonde versorgt und bekommen ausschließlich ihre Nahrung und Flüssigkeit hierüber substituiert. In vielen Fällen haben die Klienten über Jahre hinweg keine orale Nahrung zu sich genommen. Finden sich nun enthaltene Funktionen oder Teilleistungen im Bereich der Schluckfunktion, beginnen wir mit einer intensiven funktionellen und kompensatorischen Dysphagietherapie. Erlaubt es das Störungsbild, versuchen wir mit dem Klienten anch intensiven verbreiteten Maßnahmen regelmäßig zu den Mahlzeiten unter logopädischer Supervision Teilmengen oral zuzuführen.

Durch unseren speziell geschulten Küchenchef haben wir die Möglichkeit mittels Schäumen, speziellen Spumas oder extra angefertigten Koststufen aus sehr hochwertigen Grundstoffen, optisch ansprechend und gesund gekocht, mit unseren Dysphagieklienten zu üben.

Bei Verbesserungen versuchen wir im zweiten Schritt die orale Nahrungsaufnahme kontinuirlich zu steigern und die Sondenkost zu reduzieren. So gelang es schon oft, dass einem Klienten die Sondenkost nach mehrmaligen Aufenthalten gänzlich abtrainiert werden konnte und schließlich die Ernährungssonde entfernt wurde.

Als Beispiel möchte ich hier einen 25-jährigen Klienten im Wachkoma nach Schädelhirntrauma nennen, der bei uns nach sieben Jahren zum ersten mal wieder Nahrung in den Mund bekam und eine zwar verminderte aber teilweise erhaltene Schluckfunktion zeigte. Heute kann der Klient zu den Mahlzeiten Teilmengen von passierter Kost und Supervision oral aufnehmen.

Olaf Grosse-Freese, Logopäde im Zentrum der Rehabilitation Pforzheim Fachbereich Dysphagie